Leider konnte ich ja letzten Sonntag beim ersten Eisbärlauf krankheitsbedingt nur beim 7 km Rahmenbewerb teilnehmen. Der verlief aber dann zum Glück so gut das ich am Montag mit der Vorbereitung für den Vienna City Marathon fortfahren konnte und die Trainingswoche (102 km) hat es gleich in sich, dementsprechend müde (erledigt) fühle ich mich. Trotzdem will ich es heute genau wissen darum werde ich den Halbmarathon mit einen 4:10er bis 4:15er Schnitt anlaufen und dann werde ich mal schauen wie lange ich das durchhalte, hoffentlich 21,1 km. Außer den schon üblichen ausfällen muß auch Roland heute passen, der hat nämlich einen total verschwollenen Fuß (Knöchel/Schienbeinbereich) und der schmerzt auch ziemlich. Somit bleiben noch Gerhard, Pepi und Stefan über die gemeinsam mit mir am Start stehen.


Stefan                   Gerhard                   Pepi                   ich

Zum Glück hab ich Stefan am Telefon nicht verraten das seine Mutter (mein Zwergi) heute nicht mitfährt, hatte nämlich am Vortag eine Wurzelspitzenresektion. Hätte er bzw. Denise das gewußt wäre Denise sicher nicht mitgekommen, so bekommt sie aber vor der Abfahrt noch schnell einen Crashkurs beim Fotoapparat und wird nicht ganz freiwillig als Fotografin mitgenommen.

     
Denise erste vielversprechende Testbilder, nur bewegen dürfen wir uns nicht - das könnte ein Problem beim Lauf werden!

Als wir um 10:15 Uhr beim Stadion ankommen bin ich gleich doppelt froh das wir Denise übertölpelt haben weil auch Gerhard und Pepi ohne Anhang kommen und somit haben wir heute nur einen Fan und zwar Denise! Mitgekommen ist zwar auch Wolfgang aber der hat sich seine N. W. Stecken mitgenommen und marschiert während wir laufen einwenig durch den Prater.


Denise,
die Fotoretterin des Tages!
DANKE!!!!

30 Minuten vorm Start machen sich alle Turbo Schnecken ans einlaufen 15 Minuten später kommen Pepi und ich gemeinsam zurück, der Rest ging zum Schluß verloren um die Bäume zu bewässern. Ich lief nun gleich weiter um mich bei den Dixis anzustellen denn auch mein Magen wollte noch was los werden.

     
Beim Einlaufen wurden aus vier zwei ...                                                             ... später kam dann aber auch der Rest!

Wieder beim Auto schnappte ich meine Eigenverpflegung um sie auf die Tische zu stellen. Als das erledigt ist mache ich mich auf den Weg zum Startgelände als mir auffällt das ich meinen GPS-Sender gar nicht oben habe. Also nochmals zum Auto, am Weg dorthin kommt mir Denise entgegen die ich gleich um meinen Autoschlüssel bitte. Während ich jetzt beim Auto warte das mein GPS-Sender die nötigen Satelliten findet fällt hinter mir der Startschuß, was ja nicht so schlimm ist weil wir ja eine Nettozeitnehmung haben.

     
Das Rennen ist gestartet und schon geht es auch für die ersten Turbo Schnecken los ...

Als mein Sender endlich Grün blinkt kann auch ich mich auf den Weg machen und nicht mal 2 Minuten nach dem Startschuß laufe auch ich über die Startlinie.


... nur meine Wenigkeit hat es nicht so eilig mit dem Start!

Rasch habe ich mein Tempo gefunden und schon überhole ich die ersten Läufer und auch meine drei Turbo Schnecken Kumpels hab ich noch vor KM 1 gestellt. Für den ersten Kilometer brauche ich 4:13, das Tempo würde passen nur der Puls ist mit 162 doch etwas hoch. An der Geschwindigkeit, 4:15 / 4:14 / 4:13 auf KM 2-5, ändert sich auch nicht allzu viel als wir nun ums Heustadelwasser laufen und dann weiter vor zum Riesenrad obwohl wir dabei Gegenwind haben.


Fast 3 Kilometer sind geschafft und schon liegen einige Läufer hinter mir ...

Tief in Gedanken versunken laufe ich dahin, es sind nur noch wenige Meter bis zur Wende als es mir plötzlich in den Kopf schießt: „ Sche…, ich hab den Chip nicht oben!“ Nur falls es jetzt jemand nicht wissen sollte, mit den Chip wir die Laufzeit gemessen und da ich ohne unterwegs bin nehme ich offiziell an dem Lauf gar nicht teil. Wie gesagt „Sche…“ aber was soll es ich kann es nun eh nicht mehr ändern und so muß ich mich halt an meine Polar halten. Etwas frustriert geht es nun wieder zurück zum Start. Für KM 5 brauche ich 4:11 und für KM 6+7 je 4:10, auch wenn ich dabei nun Rückenwind habe so ist das doch etwas Positives.

     
... ja auch meine Turbo Schnecken Freunde hab ich schon alle eingeholt!

Gut 150 m nach dem Start stehen die Tische mit der Verpflegung, auch wenn sie meine Flaschen einwenig verstellt habe sehe ich sie auf anhieb und kann die erste auch problemlos aufnehmen. An der Flasche nuckelnd laufe ich weiter und anhand der Geräusche hinter mir merke ich daß sich ein Läufer förmlich an mich anhängt. Das kann ich eh so gut leiden und ich hoffe daß der bald zurück fällt. KM 8 erreiche ich mit meinen Schatten nach 4:08 und das trotz Flaschenaufnahme. Jetzt geht es aber wieder ums Heustadelwasser und somit kommt auch wieder der Gegenwind was sich auch gleich bei der nächsten Kilometerzeit mit 4:17 bemerkbar macht. Außer dem Gegenwind macht sich auch mein Schuhband bemerkbar was sich immer mehr lockert aber noch hält die Masche und das sollte ja keine Zeit kosten.


Die erste Runde ist gleich geschafft und während ich mich in der zweiten Runde befinde ...


... hört Stefan nach 7 Kilometern auf!

Es geht wieder vor zum Riesenrad und auch wenn ich immer wieder Läufer überhole meinen Schatten hinter mir kann ich nicht abschütteln. Für KM 10+11 brauche ich 4:17 bzw. 4:16. Die Wende beim Riesenrad ist zum zweiten mal erreicht und ich staune nicht schlecht als mein Schatten hinter mir Gas gibt, mich überholt und richtiggehend stehen läßt. Versuche auch gar nicht mich bei ihm anzuhängen denn ehrlich gesagt kämpfe ich schon damit mein Tempo halten zu können was man auch mit 4:16, 4:14 und 4:16 auf den nächsten 3 Kilometer merkt. Wieder bei der Verpflegungsstation kann ich auch meine 2 Flasche ohne Schwierigkeiten aufnehmen und weiterlaufen. Schon wie die Runde zuvor bin ich auf diesen Kilometer recht flott unterwegs und somit erreiche ich KM 15 in 4:13.


Kapp vor Kilometer 10 geht es noch recht locker dahin!

Jetzt geht es aber zum letzten mal ums Heustadelwasser und noch immer bläst einen der Wind entgegen. Dank des Windes habe ich bei KM 16 mit 4:22 meine erste Zeit die deutlich von meiner Wunschzeit, 4:10 – 4:15, abweicht. Inzwischen ist auch die Masche meines Schuhes aufgegangen, da mein Fuß aber noch einen guten Halt im Schuh hat laufe ich weiter. Auch deswegen weil ca. 200 m vor mir das Führungsfahrzeug für die schnellste Frau fährt und das würde ich gerne noch einholen. Sowie es ausschaut wir die Dame aber wohl langsamer werden müssen weil ich nicht mehr wirklich zu legen kann wie mir KM 17+18 mit 4:20 bzw. 4:22 zeigen.


Kilometer 14 ist geschafft noch warten aber 7,1 Kilometer auf mich, ...


... für Pepi ist aber nach Runde 2 Schluß!

Blöderweise lockert sich mein offenes Schuhband nun immer mehr und ich rutsch im Schuh immer mehr umher, stehen bleiben kommt aber nicht in Frage weil ich ja keine kostbaren Sekunden herschenken möchte. Endlich ist die Wende erreicht und kurz dahinter liegt auch KM 19 den ich mit 4:25 schaffe. Versuche nun mit dem Rückenwind nochmals schneller zu werden was mir bei KM 20 mit 4:16 auch gelingt. Anscheinend ist aber auch die führende Dame schneller geworden weil der Abstand zu ihr nicht kleiner wird was sich auch bis zum Ziel nicht mehr ändert.


So locker wie eine Runde zuvor schaut das jetzt aber nimmer aus!

Den letzten Kilometer laufe ich in 4:15, jetzt fehlen noch 100 m und die gebe ich noch mal Gas. Nach weiteren 22 Sekunden habe ich es geschafft, ich bin im Ziel und das ziemlich geschafft. Nachdem ich noch kurz locker auslaufen war gehe ich auch schon zum Auto um mich umzuziehen. Rechtzeitig zu Gerhards Zieleinlauf stehe ich wieder an der Strecke um ihm anzufeuern.


Und wenn Denise nicht schon so gefrorene Finger gehabt hätte
würde ich auch so ein Zieleinlauf Foto wie Gerhard haben!


Und so sehen Teilnehmer aus wenn sie im Ziel sind und keinen Chip oben hatten!

Da ja Stefan schon nach 7 km und Pepi nach 14 km aufgehört haben sind nun auch schon alle Turbo Schnecken im Ziel. Nach ein paar Minuten Plauderei machen wir uns auch schon auf den Heimweg wo mich Zwergi schon mit dem Frühstück erwartet.


Die Finisher Schnecken von heute!

Nun noch ein paar Fakten zu meinem heutigen Lauf:

Nettolaufzeit: 1:29:54

min/km: 4:16

 

Runde 1

Runde 2

Runde 3

97 Meter

Zeit

0:29:29

0:29:46

0:30:16

0:00:22

min/km

4:13

4:15

4:19

3:47

Puls O

161

163

162

166


Auch wenn ich mit der heutigen Zeit beim Marathon gut unterwegs wäre ist mir eines klar, nochmals 21,1 km hätte ich in diesen Tempo sicher nicht durchgehalten und wahrscheinlich wäre ich fürchterlich eingegangen. Noch ist aber auch mein Puls viel zu hoch, der sollte schon noch um 8 – 10 Schläge runter da wartet wohl noch viel arbeit auf mich und ich hoffe in 4 Wochen beim zweiten Vorbereitungslauf ist davon schon was zu merken.

Bild des Tages!

 

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