Beim heutigen Lauf fühlen sich die Turbo Schnecken in die Pflicht genommen weil es dabei um die gute Sache geht, denn der Reinerlös von dieser Veranstaltung kommt dem St. Anna Kinderspital zugute und so finden sich auch heuer wieder zahlreiche Turbo Schnecken ein. Mit Dani und Tomas gibt es heute auch zwei neue Turbo Schnecken zu begrüßen.


Damen v.l.n.r.: Denise, Dani, Manuela, Zwergi, Sylvia, Gabi
Herrn v.l.n.r.: Michi, Pauli, Tomas, Stefan, Pepi, Berndt, ich, Martin, Roland, Gerhard, Sascha

Nach der letzt jährigen Irrfahrt durch den Prater um einen Parkplatz zu finden fahren wir heute um 15 Minuten früher als bei den anderen Praterläufen. Aber auch bei der Suche machen wir es uns leichter und schauen kurz mal in einer Seitengasse vorbei, als es dort keine ausreichenden Parkplätze gibt steuern wir gleich den Bezahlparkplatz beim Riesenrad an. Dort treffen wir auch gleich den Großteil der anderen Turbo Schnecken die zum Teil mit dem Auto bzw. der U-Bahn kommen.

     
Hurra, hurra die Turbo Schnecken die sind da!                                               Ob Berndt wirklich weiß wo er heute mitmacht!

Am Weg zum Start treffen wir auf Gabi und Gerhard die auch unsere Startunterlagen haben so bekommt jetzt jeder gleich mal seine Startnummer. Als Dani ihren Chip bekommt fragt Tomas: „Und ich bekomm keinen?“ Eigentlich sollte er ja einen haben nur weiß er anscheinend nichts davon und so gehe ich ihn mal einen Chip besorgen. Als das erledigt ist bleiben noch 35 Minuten bis zum Start.


Jöö, wir bekommen die Startnummern von Gabi!

Das heißt ich sollt mich rasch Rennfertig machen und den Kleidersack abgeben, denn einlaufen will ich ja auch noch. Natürlich gehört auch noch das Turbo Schnecken Starterbild gemacht (auf das hätte ich ehrlich gesagt in meiner Hektik vergessen!) und so verzögert sich das einlaufen um ein paar weitere Minuten.


Für so ein Gruppenbild lohnt es sich zu warten!

Um 9:40 ist es schließlich soweit ich gehe einlaufen und da meine sonstigen Mitläufer nicht den Eindruck machen dies ebenfalls zu tun laufe ich alleine los. Meine Hektik jetzt kommt auch daher das sich heute mein Magen noch nicht entleert hat und ich hoffe das er sich dadurch angeregt fühlt weil während des Laufes wäre das nicht so toll. Dem ist auch so und darum eile ich jetzt zu den WC-Containern wo sich schon eine lange Schlange gebildet hat, zum Glück aber nur bei den Damen.


Michi, Brigitte, Lisi, , , Christian, Michaela
Unsere Fans und Fotografen wollen wir natürlich auch nicht vergessen!

Da ich nur einen Herrn vor mir habe finde ich mich zwei Minuten vorm Start bei den anderen Turbo Schnecken im Startbereich ein. Es bleibt gerade noch Zeit um mit ihnen abzuklatschen bis Michaela kommt und uns mitteilt daß der Start um 15 Minuten verschoben ist. Somit war der ganze Streß unnötig und ich hab nun auch noch Zeit für das eine oder andere Plauscherl mit einer Turbo Schnecke.

     
Wie lange dauert es noch bis die kommen ...                                                ... dann fotografiere ich halt mal schon den ...


... den Startbereich weil der schaut ja heute auch ganz nett aus!

Einige Turbo Schnecken finden diese Verzögerung jetzt nicht so toll, weil es lacht zwar die Sonne vom Himmel mit ca. 7° ist es aber nicht besonders warm. Um 10:15 ist es aber endlich soweit der Startschuß fällt und das Feld setzt sich schönlangsam in Bewegung.

     
Endlich ist es soweit wir laufen los ...                                                              ... und rasch wird die Menge größer ...

Über eine Minute später überqueren nun auch die Turbo Schnecken die Startlinie wobei ich heute von Roland nach vorne gebeten werde da ich diese Woche mal erwähnt habe das er immer einen Blitzstart hinlegt. Werfen uns nun noch für unsere Fotografen in Pose bevor wir ernsthaft loslaufen.

     
... schließlich kommen auch die ersten Turbo Schnecken in trauter Zweisamkeit angelaufen!

Mit 1.041 Läufern und 107 Stock Enten hat der Veranstalter heute ein neues Rekordteilnehmerfeld. Dank dieser Masse fühle ich mich am ersten Kilometer an den Marathon erinnert, denn auch beim Marathon herrscht hier so ein Gewimmel an Läufer. Laufe also zum Großteil am erdigen Nebenweg um mir so das Gedränge auf der Fahrbahn zu ersparen. Den KM 1 erreiche ich nach 4:10, also wenn ich das beim Marathon auch schaffen würde wäre ich glücklich. Da die Dichte des Läuferfeldes jetzt weniger wird wechsle ich mal rauf auf die Fahrbahn und genieße so den Vorteil vom Asphalt beim laufen.

     
Nach und nach kommen auch die restlichen Turbo Schnecken ...

Am halben Weg zum Happel Stadion befindet sich die erste Kehre und jetzt geht es zurück zum Start beim Riesenrad – ja es stimmt wir haben heute eine andere Strecke als bei den anderen Praterläufen. Hier kommen mir nun die anderen Turbo Schnecken entgegen und ich muß sagen sie sind alle mit Begeisterung dabei. Schön sie so zu sehen, weniger schön finde ich aber das mir jetzt was in die Hose rutscht. Es ist jetzt nicht das Herz oder was aus meinen Magen, den hab ich ja entleert, was mir in die Hose rutscht sonder mein Brustgurt (ja ich weiß da hätte es ZUR Hose heißen müssen aber anders gefiel es mir besser!)

     
... und es kommen noch mehr wobei alle gut drauf sind!

Zwar zeigt mir meine Uhr noch immer Werte an aber ich bin mir ziemlich sicher daß ich nicht mit 195 und mehr Puls laufe auch wenn ich den zweiten Kilometer jetzt in 4:05 runter spule. Für den heutigen Bericht hat es sich jetzt aber mit den Kilometerzeiten weil erstens hab ich nicht jeden Kilometer gefunden bzw. abgedrückt und zweitens hab ich mir für heute eh nichts bestimmtes vorgenommen. So laufe ich erstmal weiter und irgendwie bin ich schon gespannt ob ich heute vier negative Rundenzeiten laufen kann – das heißt schaffe ich es jede Runde schneller zu werden und das wird durch mein jetziges Anfangstempo sicher nicht leicht.


Fast einsam geht es in den Prater rein ...

Beim Riesenrad biegen wir nun in den Wurstelprater ein und laufen in ihm eine Runde wobei wir an diversen Praterattraktionen wie Hochschaubahn, Karussell, Geisterbahn und und und vorbei kommen. In einem Gegenlaufbereich kurz vorm verlassen des Wurstelpraters sehe ich auch noch Sascha und mein Zwergi und die schaut heut recht flott aus.


           ... andere haben da schon mehr Mitläufer an ihrer Seite!                                                       Mein Turbo Zwergi!

Auf der anderen Seite vom Riesenrad laufen wir nun vor zur Hauptallee wo wir aber nicht gleich durch den Start/Zielbogen laufen sondern noch vor zum Praterstern. Dort befindet sich die zweite Wende und von der geht es nun zurück zum Start/Zielbogen. Wenn ich jetzt auf die Uhr schauen würde wüßte ich auch wie lange ich gebraucht habe, da ich dies aber nicht tue werde ich mich wohl bis zur Auswertung daheim gedulden müssen bis ich meine Rundenzeiten weiß.


Beim durchlaufen des Start/Zielbereiches!

Am Weg zur Wende kommen mir nun noch Gabi, Berndt, Manuela und zum Schluß Sylvia entgegen bin schon gespannt ob ich die noch Überrunden kann. Gefühlsmäßig geht es mir gut und so geht es unvermindert weiter. Als ich nach der Wende einen Läufer überhole sagt er zu mir: „Geh las mi do a amoi gwinna!“ Wieder mal stehe ich vor den Problem das ich den Menschen nicht kenne, warum kennen die mich! Er läuft jetzt neben mir und ich frag ihn ob er auch den Halben läuft. Dies verneint er und ich sag zu ihm: „Siehst ich schon somit bist heut vor mir im Ziel!“ Was er mit einen lachenden „So geht’s auch!“ quittiert. Laufen nun noch ein Stück zusammen bevor er dann nach hinten zurückfällt und nicht mehr gesehen wurde. Bevor ich nun die Hauptallee verlasse bediene ich mich an der Labestelle und gönne mir im stehen einen Schluck Iso!

     
Wenn ich langsamer laufen würde hätte ich jetzt auch so tolle Bilder!

Die zweite Runde durch den Wurstelprater verläuft ebenfalls reibungslos hier kann ich auch Sylvia überrunden. Ist ganz was anderes wenn man Turbo Schnecken überholt als wenn man an unbekannten vorbeiläuft. Flott geht es weiter und Höhe Riesenrad kann ich mit Manuela die nächste Turbo Schnecke stellen. Dermaßen beflügelt biege ich in die kurze Hauptalleeschleife vorm Start/Zielbogen ein und sehe in der Wende vor mir Berndt. Natürlich würde ich auch ihn gerne überrunden, so geht es zackig weiter und so gelingt es mir ihn noch vor seinem Zieleinlauf abzufangen. Eigentlich habe ich gehofft auch Gabi noch einzuholen aber die legte wohl einen Gang zu und war nicht mehr erreichbar für mich.


Zwergi beim in Action beim Zielsprint!

Aber auch so mache ich mich guter Dinge auf den Weg in die dritte Runde. Hier kommt mir nun Michi entgegen der sich ja in seiner zweiten und letzten Runde (10 km) befindet. Da tauchen auch gleich die Gedanken auf: „Kann ich auch ihn überrunden!“ Na schauen wir mal, noch fehlen ca. 2 km auf ihn. Noch fühlen sich die Beine gut an und auch Puste mäßig schaut es gut aus.

     
Wenn ich Dani und Gabi schon auf keinen Startbild habe so will ich sie zumindest mit einen Zieleinlaufbild in meinen Bericht festhalten!

Bei der Labestelle nehme ich mir wieder einen Becher, diesmal ist es aber ein eiskaltes Wasser und irgendwie fühlt sich das nicht so toll im Bauch an, trotzdem geht es unvermindert weiter. Zwergi meinte dann nach dem Lauf zu mir: „Da hast aber nicht gut ausgeschaut!“ Das könnte auch daran gelegen sein das mir beim trinken das Wasser in die Nase geronnen ist was ich nicht so toll fand und das im stehen. Im Wurstelprater merke ich dann wieder mal warum ich die Stock Enten so liebe Auch an den schmalsten Stellen müssen sie zu viert nebeneinander gehen und so den Weg fast blockieren – Sylvia und Berndt bitte jetzt nicht böse sein, ich weiß nicht alle Nordic Walker sind so! Zum Glück bremsen sie mich nicht allzu sehr ein und so komme ich auch bald wieder zur Hauptallee.

     
Roland am Spie äh Stock!                                    Wie man sieht bin ich nicht der einzige der eine Freude mit den Stock Enten hat!

Dort sehe ich nun Michi vor mir wie er auf die Wende zuläuft. Ca. 50 m vor mir umläuft Michi die Wende, weiß nicht ob es jetzt mein Anblick war oder der des Zielbogens, auf alle fälle gibt er jetzt Stoff und so ist es mir nicht möglich ihn noch einzuholen was ich zwar einwenig bedaure mich aber nicht bremst. Als ich zum dritten mal den Start und Zielbogen durchlaufe merke ich wie viele 10 km Läufer ich vor mir hatte weil plötzlich sehe ich nur mehr vereinzelte Läufer vor mir.


Während ich noch laufe genießen Zwergi, Gabi ...

Einer mit einen weißen T-Shirt fällt mir dabei besonders auf weil der scheint ungefähr die selbe Geschwindigkeit zu laufen wie ich und wenn schon der Abstand nicht kleiner wird will ich ihm zumindest nicht größer werden lassen was mir auch ganz gut gelingt. Da wir ja die vorigen Runden immer nur 5 km lang gewesen sind müssen wir diese Runde die fehlenden 1,1 km auf den Halbmarathon anhängen. Dies geschieht dadurch das wir bei der ersten Wende jetzt nicht wenden sonder weiter bis fast zum Stadion weiterlaufen und erst dort wenden.

     
... und noch viele weitere Turbo Schnecken schon die die Zielverpflegung!

Als ich dort wende sagt mir der dort stehende Streckenposten: „Spitze, du liegst am fünften Platz!“ und ehrlich gesagt finde ich: „Das hört sich gut an!“ Da läuft es sich gleich leichter auch wenn es nicht mehr so locker geht wie zu beginn aber von „kämpfen“ könnt auch keine rede sein. Der Weg zum Riesenrad zieht sich jetzt einwenig und ein letztes mal kommen mir dabei Roland und Gerhard entgegen. Als ich endlich die Labestelle bei der Abzweigung erreiche verzichte ich jetzt auf eine Erfrischung und lauf einfach weiter.


Voll motiviert geht es ein letztes mal in den Prater!

Im Wurstelprater verliere ich dann des öfteren den Blickkontakt zu den Läufer in Weiß vor mir, das liegt aber nicht daran das er schneller oder schlimmer ich langsamer werde sondern daran das es hier drinnen recht Winkelig zu geht.


Vor prachtvoller Kulisse geht es im Prater dahin!

Besonders aufbauend finde ich jetzt einen Blick auf die Uhr den für KM 19 & 20 (?) brauche ich nur 7:52 das würde einen Schnitt von unter 4 Minuten bedeuten und das ist nicht schlecht nach den bisherigen Rennverlauf.

     
Letzte Runde, alles gut! Auch ich bekomme noch tolle Praterbilder!

Ein letztes mal geht es vor zur Hauptallee wo sich einige Turbo Schnecken zwecks Anfeuerung eingefunden haben. Anscheinend waren sie aber von meiner Schnelligkeit überrascht und haben mich erst gesehen als ich an ihnen vorbeigelaufen bin.

     
Anfeuerung Pepi!                            Der Neid könnt einen fressen!                            Anfeuerung mich!

Jetzt noch rasch um die Wende und ab zum Ziel wobei auf einen Zielsprint werde ich heute wohl verzichten denn ich bin schon etwas ausgelaugt.


Pepi, die Wende und ich, beinah hätte ich auch Pepi noch überrundet!

Da hab ich aber die Rechnung ohne Stefan und Tomas gemacht denn die kommen mir entgegen und die treiben mich nochmals an. Da kann ich nicht hinten anstehen und erhöhe doch noch etwas das Tempo bis ich schließlich über die Ziellinie laufe wobei ich dabei auf jede Jubelgeste verzichte!

     
Dank der Unterstutzung von Tomas und Stefan kann ich ja doch noch einen Zielsprint hinlegen!

Nach einem Schluck Iso laufe ich in lockeren Laufschritt noch ein paar Meter weiter als Roland von der Wende zurück kommt. Überlege kurz ob ich ihn bei seiner Runde durch den Prater begleiten soll aber eigentlich habe ich für heute genug und so belasse ich es beim anfeuern. Wieder beim Start zurück ziehe ich mich um und warte auf die restlichen Turbo Schnecken. Bald kommt Roland und auch Gerhard läßt nicht lange auf sich warten.


Gabi treibt Gerhard ins Ziel!
(Verzeih Gabi daß ich beim Lauf sagte: "Gabi brems ehm net!"Soetwas sagt man nicht, Grins!)

Jetzt fehlt uns nur noch Pepi und auch der läßt nicht mehr lange auf sich warten. Als extra Motivationsschub bekommt er von uns auf den letzten Metern die Welle und so saust auch er förmlich ins Ziel.


Da sieht man es wieder, die letzten haben es am besten: Für Pepi gibt es von allen Turbo Schnecken die Welle!

Als er sich davon wieder erholt hat wird noch kurz geplauscht bevor sich die Turbo Schnecken in alle Himmelsrichtungen verstreuen.


Alle bis zum Schluß gebliebene Finisher Schnecken!

Nun noch ein paar Fakten zu meinem heutigen Lauf:

Nettolaufzeit: 1:24:26

min/km: 4:00

 

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4 + 1,1km

Zeit

0:20:16

0:20:04

0:20:00

0:24:04

min/km

4:03

4:01

4:00

3:57


Als erster will ich hier mal gleich erwähnen das die heutige Laufzeit mit Vorsicht zu genießen ist weil ich nämlich starke Zweifel daran habe das es sich dabei wirklich um 21,1 km gehandelt hat, denn alle unsere Uhren zeigten zwei bis dreihundert Meter weniger an wobei sie sonst bei einem Halbmarathon mehr als 21,1 anzeigen. Nichtsdestotrotz waren die Runden bis auf die letzte ja gleich und somit kann ich die Rundenzeiten untereinander vergleichen und da hab ich es wirklich geschafft jede Runde im min/km Schnitt schneller zu werden. Ehrlich gesagt hatte ich starke Zweifel daran daß mir das gelingt weil ich schon zu Beginn des Rennes Vollgas gegeben habe, umso mehr freu ich mich es geschafft zu haben nur schade das ich durch den verrutschten Pulsgurt keine korrekten Pulswerte habe. Aber auch ohne diese Werte wird die Zuversicht für den Marathon wird immer größer!

Ps.: Der Streckenpost hat nicht einmal so schlecht gezählt den in der Gesamtwertung bin ich 4er geworden, ja und auf die Platzierung in der M 40 Wertung kann ich Stolz sein, strahl!!!


Wenn ich nicht vorzeitig gegangen wäre,
dann würde der Platz da oben jetzt nicht leer stehen!,

Bild des Tages!

 

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