Nachdem ich schon in den letzten Jahren auf den Erzberglauf gespitzt habe ist es heuer Dank Gerhard soweit: Ich starte beim 10. Erzberglauf! Dazu beginnt der Tag um 5 Uhr, da stehen nämlich Zwergi und ich auf um noch zu frühstücken und uns in aller Ruhe „Reisefertig“ zu machen. Um halb 7 machen wir uns auf den Weg nach Eisenerz, treffen uns Unterwegs dabei mit Gabi und Gerhard um die Reise mit einen Auto fortzusetzen.


Heuer ist es soweit: "Erzberg, die Turbo Schnecken kommen!"

     
Bei einer Rast kurz vorm Ziel ...                                                             ... können wir Berg und Strecke bestaunen!

Nach etwas mehr als zwei Stunden kommen wir beim Erzberg an und zum Glück hat auch der Regen wieder aufgehört der unterwegs begonnen hat. Dafür ist hier alles aber sehr gatschig und mit 10 Grad ist es alles andere als warm.


Ankunft am Erzberg und unsere Fans haben gleich ein nettes Spielzeug gefunden, wobei ...

     
           ... Zwergi gleich mal klarstellt wer hier das sagen hat sonst ...                                                  ... gibt es eine auf die Nase!

Holen uns jetzt erstmal die Startsackerl inklusive Startnummer ab was rasch erledigt ist. Nachdem wir auch noch die Toiletten aufgesucht haben gehen wir zum Auto zurück um uns ins Laufgewand zu schmeißen.

     
Brav und Artig, wie auch sonst wenn Zwergi danebensteht, holen wir uns die Startnummern und begutachten unser Startersackerl!


Es ist Zeit sich laufbereit zu machen!

Wie das erledigt ist begeben wir uns zum Start der ein schönes Stück vom Veranstaltungsgelände entfernt liegt. Benützen dazu nicht das gratis angebotene Busshuttelservice sondern unsere Füße.


Und hier sind wir die 3 heutigen Akteure:
Gerhard (links), ich (rechts) und der Erzberg (hinten)!

Nach gut 20 Minuten und 100 hm abwärts (na super die dürfen wir dann wieder rauf laufen!) kommen wir nach etwas Überredungskunst mit unseren Damen beim Start an. Überredungskunst deswegen weil Zwergi und Gabi etwas weiter oben stehen bleiben wollten um es nachher nicht soweit zu den Bussen zu haben die sie, ebenfalls gratis, ins Ziel bringen. Es dauert nicht lange und die beiden verlassen uns auch schon wieder und während die beiden die ideale Fotoposition suchen begeben sich Gerhard und ich zum Startblock wo schon etliche Stockenten und eigenartigerweise nur Stockenten Aufstellung bezogen haben.

     
Der Start ist endlich erreicht!                                                                               Zeit um Abschied zu nehmen!

Bevor wir uns nun zu den Stockenten gesellen suchen wir uns noch einen Stein, weil Bäume gibt es hier nicht, um Wasser zu lassen. Erleichtert geht es zu den Stockenten zurück wo sich nun auch schon der Großteil der Läufer befindet. Schon bald stellen wir fest das sich die Stockenten nicht wie angeordnet am Ende des Starterfeldes aufgestellt haben sondern mitten unter die Läufer gemischt haben. Der Start liegt übrigens beim Erzbergsee der am tiefsten Punkt des Bergwerks liegt. So neben bei sei erwähnt daß das Ziel am Gipfel des Erzberges liegt somit dürfen wir auf der 12,5 km langen Strecke 745 hm überwinden.


Start und Ziel, leider in den Wolken verhangen, auf einen Bild, bei was für Läufe gibt es das noch!

Nach abspielen der Erzberglaufhymne und der Steirischen Landeshymne wird auch schon der Countdown runter gezählt. 10 Sekunden später wird auch schon die Startsprengung gezündet.


Es ist alles bereit für den 10. Internationalen Erzberglauf ...

     
... und schon geht es auch los!

Mit einem kräftigen markerschütternden Knall setzt sich das Feld in Bewegung und nach einer Minute erreiche auch ich die Startlinie. Die ersten 150 m sind jetzt mal zum einlaufen weil die geht es noch eben dahin danach geht es auch schon leicht bergauf. Obwohl die Straße hier sehr breit ist ärgere ich mich über meine lieben Freunde von den Stockenten die es auch hier fertig bringen den Weg so gut wie zu blockieren.


Jetzt sind auch Gerhard und ich (Pfeil) am Weg zum Gipfel!

Apropos Straße, die sind hier nicht asphaltiert sonder bestehen nur aus festen Schotter wobei es manchmal auch eine leichte Erdschicht gibt welche durch den vorangegangenen Regen teilweise sehr gatschig ist. Nach knapp 500 m erreichen wir Zwergi und Gabi die uns nochmals alles Gute für unseren Aufstieg wünschen und schon geht es weiter den Berg rauf. Nun ist auch der Zeitpunkt gekommen um von Gerhard abschied zu nehmen.


Die ersten 500 m sind geschafft, da können wir noch gut lachen!

Weiter geht es den Berg rauf und ich grüble schon mal wie viel Prozent wohl diese Steigung hat. Die durchschnittliche Steigung beträgt nämlich 6 Prozent was sich ja nicht viel anhört nur hoffe ich das hier die Prozentzahl schon höher liegt weil es ist schon etwas anstrengend. Zum Glück ist hier von den Stockenten nichts mehr zu sehen und so kann man recht gut laufen auch wenn ich heute „etwas“ langsamer unterwegs bin als sonst. Nach 13 Minuten und 11 Sekunden erreiche ich eine Tafel wo draufsteht das ich die ersten 2 km und 90 hm geschafft habe. Jetzt fehlen ja nur mehr 10,5 km und 655 hm, also bin ich ja schon so gut wie oben.


Vom Bus aus schaut das gewurl auf der Strecke recht locker aus!

Mit der Kilometertafel 2 wurde auch die Strecke flacher und so kann ich meinen Schnitt von 6:35 auf den ersten beiden Kilometern auf 5:13 bis zur Tafel für Kilometer 3 steigern. Kurz nach der Tafel neigt sich aber der Weg wieder dem Himmel zu und es geht die nächsten 3 Kilometer weiter stetig bergauf. Mit 6:18 und 6:20 bin ich am Kilometer 4 & 5 recht gleichmäßig unterwegs, Kilometer 6 wird zum Schluß hin schon etwas flacher und so kann ich mein Tempo auf 5:38 steigern. Die erste Hälfte ist also so gut wie geschafft und zur „Belohnung“ geht es nun mal eben dahin. Sehe weit vor mir auch schon die nächste Kilometertafel und um die schneller zu erreichen erhöhe ich nun das Tempo.


Ein freundlicher Kerl!

Mit einen Puls von 145 geht es dahin und ich bin schon gespannt wie lange ich für den Kilometer gebraucht habe. Endlich ist die KM 7 Tafel erreicht und die Zeit ist etwas ernüchternd den mit 4:30 bin ich doch etwas langsamer als erhofft. Da es noch immer eben weitergeht laufe ich weiter voll drauf los und so nebenbei sei erwähnt das ich nun doch etliche Läufer überhole. Die Kilometertafel 8 kommt näher und der Blick auf die zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen denn mit 3:52 war ich nun doch sehr flott unterwegs. Biege also mit einen Lächeln um die nächste Kurve und rasch weicht das Lächeln einem blanken entsetzten.


Eine der Tafel die uns den Aufstieg erleichtern soll!

Vor mir steht nun plötzlich eine „Wand“ und beim Blick hinauf sehe ich etliche Meter ober mir den bzw. die Wege wo sich die Läufer rauf „quälen“. Jetzt ist es vorbei mit Tempo bolzen denn schon werden meine Schritte kleiner und langsamer, dafür wird das atmen immer tiefer. Einige der Läufer die ich vor kurzem überholt habe drehen jetzt den Spieß um und laufen nun an mir vorbei, will gar nicht wissen was sich die jetzt über mich denken. Wurmt mich auch so schon das die nun alle an mir vorbei laufen, besonders einer der ja doch eine etwas molligere Figur hat und der sich auch immer mehr von mir absetzt beschäftigt mein Ego sehr.


Über diese Wege kommen wir zum Gipfel rauf!

Bin richtig froh als ich nach 7:13 die Tafel mit KM 9 erreiche, die Beine sind nun schon etwas schwerer aber noch verschwende ich keinen Gedanken daran ein Stück zu gehen. Nach einer der zahlreichen Kehren kommt etwas Freude auf weil es wieder etwas flacher dahin geht, ich hätte dabei aber besser nicht rechts den Berghang hinauf geschaut weil in den Etagen über mir sehe ich wieder Läufer und das wissen da rauf zu müssen trübt die gerade gewonnene Freude doch einiges. Im flachen hole ich wieder einige der Läufer ein die mich zu beginn der Steigung überholt haben und auch mein  spezieller Freund kommt näher.

     
Ich auf den vielen Etagen ...


... rauf auf dem Weg ...

Mit der Kilometer 10 Tafel, 6:35, beginnt auch wieder die Steigung und ich bereite mich schon mal seelisch darauf vor gleich wieder von allen überholt zu werden. Dem ist aber nicht so und dermaßen beflügelt überhole ich auch meinen Freund mit der molligeren Figur – da grinst das Ego gewaltig! Jetzt heißt es nur nicht nachlassen weil nochmals will ich mich nicht überholen lassen von ihnen. Kilometer 11 ist nach 6:53 erreicht und die letzten eineinhalb Kilometer werde ich auch noch schaffen und so geht es weiter Schritt um Schritt den Berg rauf.


...  zum Gipfel!

Bei der nächsten Kehre sehe ich das meine überholten Freunde doch schon ein Stück zurück gefallen sind. Kann mich darüber aber nicht so recht freuen weil ich von hier auch sehe wo uns die Streck noch hinführt nämlich wirklich bis zum Gipfel sprich dem höchsten Punkt des Berges und da geht es nochmals ein schönes Stück bergauf. Irgendwo da oben mache ich auch eine orangene Turbo Schnecken Jacke aus und in ihr steckt Gabi, aber bis dorthin ist es noch ein schönes Stück und vor allem sind es noch einige Höhenmeter. Eine Tafel mit KM 12 sehe ich nun nicht dafür aber eine wo drauf steht:

„ 
Ohne Worte!

 was ich jetzt nicht gerade motivierend finde. Nochweniger motivierend finde ich aber all jene Teilnehmer die mir nun schon wieder mit ihren Kleidersack entgegen kommen. Was soll es ich muß rauf und so geht es im Laufschritt weiter – daheim sehe ich dann daß es hier mit 11,1 % die steilste Stelle gab. Endlich ist Gabi erreicht aber noch fehlt ein Stück und so kämpfe ich mich die letzten Meter weiter.


Gabi ist erreicht, das Ziel aber noch nicht ...

     
... und so geht es weiter den Berg hinauf!

Vor mir taucht das Zieldorf auf gleich ist es geschafft, plötzlich kommen von hinten drei Läufer daher die ich aber ohne Widerstand an mir vorbei lasse auch wenn es nur noch wenige Meter ins Ziel sind. Sehe nun schon die Ziellinie und als ich sie überquere frag ich mich ob die hier „deppert“ sind da geht es ja noch weiter rauf und das ziemlich steil auch wenn es nur 20 – 25 m sind.

     
Statt der schwarzen Zielmatte erwartet mich eine Zielsteigung!                          Von oben sieht das ganze gleich noch viel anstrengender aus!

Also noch nicht aufhören zu laufen und weiter den Berg rauf, dafür höre ich wie der Moderator den Stumpf Walter von den Turbo Schnecken ankündigt. Quäle mich also die letzten Zentimeter ins Ziel rauf und außer der Ziellinie sehe ich auch noch mein Zwergi welches mich schon freudig erwartet. Bevor ich über die Ziellinie trabe werfe ich noch einen Blick auf die Zieluhr und mit 1:14:12 (brutto) sollte ich doch unter 1:14:00 bleiben.


Etwas erledigt überquere ich schließlich doch noch die Ziellinie!

Bevor ich mir nun meine Finishermedaille geben lasse hole ich mir mein Finisherbussi von Zwergi. Mit Bussi und Medaille verlasse ich nun den Zielbereich und suche mir ein Platzerl um mich zum sammeln. Als ich mich einigermaßen erholt habe begebe ich mich zu Zwergi wo wir auf Gerhards Zielankunft warten. Es dauert nicht lange und schon wird auch er angekündigt und kurz darauf ist er auch schon im Ziel.

     
Gerhard auf seinen letzten Metern bevor er etwas verdeckt das Ziel erreicht!

Nach einen kurzen Plausch beginnen wir auch schon mit dem Abstieg ins Zieldorf wo wir noch ein Labesackerl mit diversen Köstlichkeiten bekommen. Da es hier heroben noch immer sehr frisch ist begeben wir uns nun gleich zu den Bussen die uns zurück ins Starterdorf bringen.

     
Das "Finisher Dorf"!                                                                                             Jetzt geht's ins Tal!

Vor dem abschließenden Pasta essen (welche übrigens sehr gut schmeckte!) nehmen wir noch die Möglichkeit einer warmen dusche wahr und so können wir sauber und gestärkt die Heimreise antreten.


2 glückliche Finisher Schnecken!

Bild des Tages!

 

Zurück zu Läufe 2012

Ich bedanke mich bei kostenlose counter Besuchern auf meiner Homepage