Gestern der Erzberglauf im steirischen Eisenerz, heute ein Halbmarathon im Wiener Prater. Dazu stehe ich um halb sieben auf und um 7:45 Uhr ist Abfahrt zum Ernst Happel Stadion. 25 Minuten später parken sich Zwergi und ich dort auch schon ein.


Seit langen stehe ich bei einem Lauf wieder mal alleine am Start!


Auf meine treusten Fans ist aber verlaß!

Somit habe ich auch noch genügend Zeit um mir in aller Ruhe die Startnummer zu holen und das einlaufen geht sich auch noch locker aus. Kurz vor neun Uhr finde ich mich beim Start ein und sowie es ausschaut gibt es heute auch mehr Läufer als beim ersten Lauf des Sommercups.Wie immer beim Sommercup suche ich mir einen Startplatz im vorderem Bereich um so nicht wertvolle Sekunden herzuschenken denn wie bei allen Läufen dieser Serie gibt es Bruttozeitnehmung.


Die heutigen 112 Teilnehmer, einer davon bin ich, sind startbereit!

Immerhin möchte ich ja heute mindesten einen Schnitt von 4:15 min/km laufen, das würde eine Endzeit unter 1:30 bedeuten und da ist jede Sekunde kostbar. Vom Wetter her haben wir Glück, es scheint zwar die Sonne aber mit 18° ist es nicht allzu warm und es gibt auch keinen Wind. Ein paar Minuten später beginnt der Countdown und 3 Sekunden später wird das Rennen gestartet.

     
Der Lauf wurde gestartet und schon bin ich auch voll auf Touren!

Lege gleich vom Start weg voll los und somit brauche ich für den ersten Kilometer nur 4:03 was jetzt doch vielleicht etwas zu schnell ist. Nehme also einwenig Tempo raus und siehe da bei Kilometer 2 bin ich mit 4:14 gerade richtig unterwegs. Mein Puls liegt dabei bei 160, ist zwar am Marathon hin gesehen leicht zu hoch aber heute kann ich gut damit leben.


Inzwischen kann der Veranstalter das Ziel aufbauen!

Übrigens laufen wir heute die klassische 7 km Prater Runde die ja eh schon jeder Leser in- und auswendig, daher verzichte ich auf die Streckenführung.


Wenn es schon keine Streckenbeschreibung gibt dann zumindest ein Streckenbild!

Die Tafel mit KM 3 erreiche ich nach 4:13 also leicht schneller als geplant. Wenige Meter hinter der Tafel steht mein Zwergi und feuert mich an, so neben bei meint sie auch daß ich schneller laufen soll. Da ich aber in meiner Zeit liege sehe ich dafür keine Notwendigkeit. Vielleicht hat sie aber auch den neben mir gemeint, weil der wird jetzt schneller und setzt sich immer mehr von mir ab.


Noch habe ich mit 328 einen Begleitläufer neben mir ...


... kurz darauf gab er aber Gas und so komme ich alleine zurück!

Ich laufe aber mit jeweils 4:11 auf den nächsten zwei Kilometern ein recht gleichmäßiges Tempo und mit 4:14 bzw. 4:10 auf Kilometer 6 & 7 beende ich meine erste Runde. Gefühlsmäßig war die erste Runde eine echt tolle Sache, ich konnte locker ohne großartig zu kämpfen mein Tempo halten und das ganze bei einen durchschnittlichen puls von 160. Zu Beginn der zweiten Runde ändert sich wenig da ich mit 4:11, KM 8, und 4:14, KM 9, noch immer in meinem geplanten Tempo liege. Dank zweier nebeneinander fahrender Fiaker kann ich die Straße kurzfristig verlassen und auf einen Trampelpfad ausweichen.


Es geht vor zum Praterstern ...

Keine Ahnung ob das der Grund ist warum ich bei Kilometer 10 mit 4:16 meine erste Kilometerzeit habe die über meinen geplanten Schnitt liegt. Da ich aber für Kilometer 11 dieselbe Zeit benötige wird es wohl an mir liegen und nicht an der Laufstrecke. Versuche nun also das Tempo einwenig zu erhöhen was aber sowie beim ersten Lauf des Sommercups nicht gerade einfach ist denn mit 44 Startern beim Halbmarathon gibt es auch heute nicht allzu viele Läufer um mich herum. Besser gesagt es gibt keinen um mich herum, der Läufer der zum Beginn der vorigen Runde mit mir gelaufen ist und sich Zwergis Anfeuerung zu Herzen genommen hat ist inzwischen nur noch ein kleiner Punkt am Horizont.


... dort befindet sich die Wende ...

Ein andere der bis vor kurzen vor mir lief legte eine Gehpause ein und somit bin ich nun auf allein auf weiter Flur, nichtsdestotrotz liege ich bei Kilometer 12 mit 4:11 wieder in meinen Plan. Dank ein paar Wolken die am blauen Himmel vorüberziehen und so des Öfteren einwenig Schatten spenden bleibt es Temperatur mäßig recht angenehm zu laufen. Mit 4:15 (gerade noch) und 4:12 auf Kilometer 13 & 14 bin ich noch immer recht flott unterwegs auch wenn ich jetzt ehrlich gestehen muß das es sich nicht mehr so locker läuft wie in der ersten Runde.


... und schon geht es zurück zum Happel Stadion!

 Beim durchlaufen von Start/Ziel meint der Moderator daß, wenn ich das Tempo halten kann, meine Endzeit 1:28:59 betragen würde was mich jetzt doch einwenig motiviert. Weiters höre ich noch wie er schon den nächsten Läufer, er heißt Herbert, ankündigt. Bei Kilometer 15, 4:12, hat mich Herbert eingeholt und läuft nun einen Schritt hinter mir und egal ob ich jetzt 4:18 (KM 16), 4:11 (KM 17) oder 4:16 (KM 18) laufe er bleibt dicht hinter mir, ach wie ich das liebe. Wie man an den Zeiten sieht fällt es mir auch schon immer schwerer das Tempo zu halten, daß ich aber die Tafel mit KM 19 erst nach 4:35 erreiche hat jetzt nichts mit einen Einbruch zu tun sondern mit der Tatsache das der Kilometer dank einer Zusatzschleife um 100 m länger ist.


Ich hab Herbert im Nacken!

Jetzt fehlen noch zwei Kilometer ins Ziel versuche nochmals Gas zu geben und auch wenn ich für den vorletzten Kilometer „nur“ 4:09 brauche klebt Herbert an meinen Fersen. Dies ändert sich mit Beginn des letzten Kilometer denn nun überholt er mich und bringt rasch ein paar Meter zwischen uns. Würde ja nun gerne Kontern aber dazu fehlt es mir schon an der nötigen Spritzigkeit und überhaupt bin ich froh mein Tempo halten zu können. Je näher das Ziel kommt umso näher komme ich nochmals an Herbert heran doch trotz eines leichten Zielsprint gelingt es mir nicht mehr ihn einzuholen und so laufe ich 9 Sekunden nach Herbert ausgepowert aber happy über die Ziellinie.


Hurra, es ist vorbei!

Mit 4:09 war ich zwar nicht schneller als am Kilometer davor, aber Dank dieser zwei Kilometer schaffte ich es mit 1:28:51 meine vom Moderator vorausgesagte Endzeit zu unterbieten. Nach einem Finisherbussi von Zwergi mache ich mich nicht gleich übers Buffet her sondern laufe vorher noch ein paar Schritte. Nachdem ich mich beim Buffet dann mit ein oder zwei vielleicht waren es auch drei Mehlspeisen gestärkt habe treten wir die Heimreise an.

 
Solch ein Finisherbuffet läßt man sich gern gefallen!

Resümee:

Auch wenn ich heute mit 4:13 min/km etwas langsamer war als vor drei Wochen beim 10 km Lauf des Sommercups (4:05) aber noch immer schneller als meine Vorgabe (4:15) glaube ich wieder einen kleinen Schritt Richtung Graz Marathon gemacht zu haben, immerhin lag mein Durchschnittspuls heute bei 159 was ich für die Jahreszeit und das Tempo nicht so schlecht finde. Somit lebt meine Hoffnung in Graz eine für mich Topzeit zu laufen noch weiter!

 

Bild des Tages!

 

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