Wie gesagt, Mountainbiken machte mir schon immer Spaß aber über die Teilnahme bei einen Rennen machte ich mir keine Gedanken bis es mir Wolfgang schmackhaft machte. Es standen 1.Runde mit 30 km / 900 hm bzw. 2. Runden mit 60 km / 1.800 hm zur Auswahl. Da ich mit Wolfgang schon ein paar mal im Wald unterwegs war und ich annahm das er doch etwas später das Ziel ereichen wird entschloß ich mich nicht wie er die 30 km zu bewältigen sondern die 60 km. War mir nur nicht sicher ob mich der Veranstalter auch auf die 2. Runde läßt weil man nämlich die erste in 2 ½ Stunden schaffen muß und ich keine Ahnung habe ob ich das drauf habe.

     
Strecke und Höhenprofil war alles was wir kannten und das auch nur am Papier!

Nachdem dies alles feststand galt es noch andere Turbo Schnecken für die Veranstaltung zu Gewinnen und mit Roland, Thomas P. (je 30 km), Gerhard und neu Schnecke Patrick (60 km) stellten wir doch ein paar Teilnehmer. Je näher das Rennen kam um so mehr kamen die Zweifel ob ich das Zeitlimit schaffe aber auch Gerhard und Patrick plagten die Sorgen darum meldeten sie sich auf die 30 km um und somit war ich der einzige 60 km Starter von uns. Am Tag des Rennens vielen dann leider Thomas wegen Todesfall in der Familie und Gerhard wegen Krankheit (ihm waren wohl auch die 30 zuviel) komplett aus.

      
Roland      Patrick     Aus 6 wurden 4!     Wolfgang       Ich                                           Lisi, Zwergi und Maria unsere Fangemeinde!       

Um 6 Uhr wache ich ohne Wecker auf somit kann ich in Ruhe Frühstücken. Eine Stunde später treffe ich mich mit Wolfgang beim Auto um die Räder am Autodach zu verstauen, geht schneller und vor allem problemloser als geglaubt. Danach machen wir uns auf den Weg, unterwegs treffen wir die restlichen Turbo Schnecken und gemeinsam fahren wir nach Krumbach wo wir knapp vor neun eintreffen. Ein Parkplatz ist rasch gefunden. Gleiches gilt auch für die Krumbacher-Veranstaltungshalle, wo wir die Startunterlagen erhalten.

     
Wir bestaunen die Startunterlagen ...                                                          ... und auch die Pokale die wir nie erhalten!

Wolfgang ist im Gegensatz zu uns anderen schon sehr nervös was sich in Äußerungen wie: „Nur mehr eine Stunde bis zum Start, wir müßen zurück zu den Autos, wir haben ja noch nichts hergerichtet!“ Als dann alle am WC waren geht es dann auch wirklich zu den Autos zurück um uns Startklar zu machen.

     
Entladen, ...                                                                           ... Umziehen ...

     
... Startnummer befestigen ...

     
... und ein letzter Rädercheck!                                                                         Andere gehen es ruhiger an!

Alls das erledigt ist haben wir noch genügend Zeit zum einfahren und da wir uns entschloßen haben im dritten Startblock zu Starten, startet 10 Minuten nach dem ersten, können wir uns auch noch den Start der ersten Gruppe in Ruhe anschauen.


Noch genügend Zeit zum einfahren!

Das es bis zum Start doch nicht ganz Unhektisch abgegangen ist merken ich daran daß wir uns mit unseren Fans gar nicht abgesprochen haben auf welcher Seite sie stehen werden, dafür ist es jetzt aber zu spät weil wir sie schon aus den Augen verloren haben. Zumindest stehen wir vier Turbo Schnecken gemeinsam am Start und fiebern so gemeinsam den Rennen entgegen.


Die ersten Kontrahenten werden los gelassen ... 

Um 10:40 Uhr ist es schließlich so weit, der Startschuß fällt auch für uns und schon geht es auch los. Schon die ersten Meter zeigen uns daß wir bei einem Mountainbikerennen sind weil es gleich mal bergauf geht, zum Glück aber noch auf einen Asphaltweg. Nach 500 m sehe ich auch Lisi am Streckenrand stehen die uns ganz doll anfeuert und schon geht es weiter bergauf, daran wird sich auch die nächsten 5 km nichts ändern. KM 2, bis jetzt war ich mit Roland gemeinsam unterwegs aber beim überholen einer größeren Gruppe trennen sich unsere Wege, ab jetzt bin ich alleine Unterwegs.


... bald darauf starten auch wir!

Kurz darauf überhole ich Patrick und als das geschafft ist sehe ich den ersten giftigen Anstieg auf mich zukommen. Dort haben sich Zwergi und Maria für Fotos und Anfeuerung platziert, lächelnd fahre ich an ihnen vorbei und die Steigung bleibt. Ein Stück weiter geht es kurz (10 – 20 m) flach dahin und schon geht es wieder bergauf. Jetzt aber nicht mehr auf einen Asphaltweg sondern auf einen rumpeligen und steinigen Feldweg den man gerade in der Mitte halbwegs ruhig befahren kann.

     
Zu Beginn ging es erstmal nur bergauf!

Es dauert nicht mehr lange und wir verschwinden im Wald was aber nichts am Zustand des Weges ändert außer daß jetzt auch noch die herausstehenden Wurzeln der Bäume dazukommen über die wir nun fahren dürfen. Irgendwann hat aber die Anfangssteigung ihr Ende und zur Belohnung geht es gleich mal über eine Wiese gemütlich bergab. Schon bald geht es aber über einen Wiesenweg 1 km leicht bergauf.


In der ersten echten Steigung befinden sich Zwergi, Maria und der Fotoapparat!

     

Oben angekommen erwartet mich die erste Tal fahrt auf einem Waldweg und die ist alles andere als gemütlich. Wurzeln, Steine und Bodenwellen rütteln einen beim „downhill“ ganz schön durch und bringen meine Bremsen, die ich reichlich benutze, wohl zum glühen. Unten angekommen geht es auch gleich wieder einen Waldweg hinauf der keinen deut besser ist als der gerade hinunter gefahrene, im Gegenteil hier gibt es auch noch ausgespülte Fahrspuren. Oben angekommen weiß ich jetzt nicht ob ich mich darüber freuen soll das es schon wieder bergab geht weil der zu befahrende Waldweg ist eher in einen schlechteren zustand als der vorige „downhill“ und somit nicht gerade einladender.

Für ein kurzes Stück verlassen wir auch mal den Wald und auf dem Wiesenabschnitt fährt es sich doch etwas gemütlicher. Bevor es weiter im Wald bergab geht sind nun noch ein paar Meter auf einen Feldweg zurück zu legen der auch ganz in Ordnung ist danach geht der Horror, sprich die Abfahrt, weiter. Wieder werde ich kräftig durchgeschüttelt und auch hier sind die Bremsen meine besten Freunde. Unten angekommen erwartet uns eine riesige Gatschlacke die man auf einen etwas verdeckt liegenden Pfad umfahren kann welchen ich auch benutze. Nicht weit dahinter liegen die ersten zwei kleinen Bachdurchfahrten welche ich Problemlos meistere und gleich darauf geht es wieder mal Bergauf. Im Vergleich zu den vorangegangenen Steigungen tritt das unwahrscheinliche ein, denn der Weg ist in einen noch schlechteren Zustand als die bisherigen. Vor mir schieben eigentlich schon alle ihr Rad rauf, ich zögere es zwar noch kurz raus aber es dauert nicht lange und auch ich zähle zu den Schiebern. Einer quält sich fahrend den Berg rauf ist dabei aber auch nicht viel schneller als wir Schieber, knapp bevor es flacher wird reißt ihm aber die Kette und er kann sein Rennen beenden.

Es gibt auch gemütlichere Abfahrten!

     

Meine Wadeln sind vom schieben nicht so sehr begeistert denn die schmerzen während des schiebens doch etwas. Im „flachen“ besteige ich mein Fahrrad wieder und strample das letzte Stück hinauf. Oben angekommen erwartet uns  die erste Verpflegungsstation, genehmige mir ohne stehen zu bleiben einen Becher Wasser und eine halbe Banane. Es folgt eine leicht abfallende Asphaltstraße, ideal um Tempo zu machen und so geht es recht flott weiter. Mit der Herrlichkeit ist es aber bald vorbei weil wir zuerst rechts auf eine Wiese  und 20 m weiter rechts in den Wald abbiegen. Es kommt was kommen muß, eine Abfahrt über Wurzeln, Steine und Erdbodenwellen – hier werden sie sogar zum Teil mit Hinweistafeln angekündigt. Bevor wir den Wald verlassen fahren wir noch etwas Querfeld ein, hier befinden sich zwar keine Steine und Wurzeln. Dafür ist der Boden neben dem schmalen Pfad sehr locker und ich hab das Gefühl als würde ich mit dem Rad „aufschwimmen“, vom erhöhten Kraftaufwand um voranzukommen ganz zu schweigen.

     

KM 17, ich verlasse den Wald und finde mich auf einer Asphaltstraße wieder, aufmerksame Leser können sich wohl schon denken das wir die aber bald wieder verlassen. Dem ist auch so nur ist diesmal irgendwas anders, denn noch bevor man abbiegt hört man schon Lautsprecherdurchsagen und Stimmengewirr. Also links abbiegen ein kurzes steiles Stück rauf und ich weis was los ist, hier befindet sich die „Zuschauerzone Arena Tiefenbach“ wo es auch eine Bergwertung gibt wo beide Bewerbe gemeinsam gewertet werden. Noch bevor ich in die Arena einfahre eine sehr erfreuliche Überraschung, Zwergi und Maria hat es auch hierher verschlagen und unterstützen mich nun. Die Einfahrt in die Arena erfolgt über eine Holzrampe und nach einer links rechts Kurve sieht man was einen hier erwartet.

      
Hinein geht es in die "Arena Tiefenbach" ...

Es gibt zwar einen erdigen Untergrund, der ist aber Großteils Wurzel und Stein frei, dafür aber ziemlich steil. Als ich mich jetzt hier rauf plage, entdecke in der Zuschauermenge auch Lisi‘s Gesicht und sie feuert mich genau so euphorisch an wie Zwergi und Maria zuvor (Was würden wir ohne solch tolle Fans nur tun, großes Danke an euch!).


... und schon quäle ich mich ...

Radle nun an den Dreien vorbei, bald danach verlasse ich den Sattel aber nicht um in den Wiegetritt zu gehen sondern um zu schieben – wie der Großteil der Fahrer um mich! Meine Wadeln nehmen es nun schon lockerer und schmerzen nicht mehr so sehr wie beim ersten schiebe Stück. Nach der Hälfte wird es einwenig flacher und ich steige wieder in die Pedale aber noch ist es ein schönes Stück bis nach oben. Jetzt geht es ja noch recht locker aber einwenig fürchte ich mich schon vor der zweiten Runde wo ich hier rauf muß, ohne weiteres Absteigen komme ich schließlich wohlbehalten oben an.


... den Berg rauf, aber nicht lange denn bald schiebe ich auch!

Zum verschnaufen gibt es ein paar Meter quer zum Hang bevor es rein in den Wald geht und über einen spektakulären Singeltrail (eine enge Haarnadelkehre und die sehr steile Ausfahrt sind ur cool) kehren wir in die Arena zurück. Bei der steilen Ausfahrt aus dem Singeltrail ist ein hinter mir fahrender Teilnehmer schon ur ungeduldig und kann es kaum noch erwarten mich zu überholen. Jetzt in der Tiefenbach Arena hat er genügend Platz um an mir vorbeizuziehen. Die Abfahrt erfolgt über eine Wiese und ist wie die Auffahrt ziemlich steil, dementsprechend oft und intensiv benutze ich auch meine Bremse.

     
Über die Wiese geht ...

Trotzdem bin ich schnell genug um zu sehen wie der mich gerade überholte bei der Ausfahrt die Kurve nicht kriegt und einen schlimme „Brezen“ reißt, was mich veranlaßt gleich nochmals an meinen Bremshebel zu ziehen und so komme ich auch gut aus der Arena raus.

     
... dann wieder steil hinunter!

Weiter geht es am gegenüberliegenden Berghang über eine Wiese und ein Feld leicht Bergan Richtung Wald, über eine steile Böschung, auch wenn sie nur kurz ist muß ich schieben, erreichen wir eine Schotterstraße.


Ich am Gegenhang und der Weg auf dem wir dort hin kammen!

Auf der Schotterstraße  geht es jetzt links vor zu einem Bauernhof. In dessen Innenhof macht die Straße einen rechts Knick (sprich Kehre) und führt weiter den Berg rauf, außen von der Kehre sitzt die Familie des Hofes gerade beim Mittagessen und schaut uns Bikern zu. Für mich geht es aber weiter den Berg rauf wobei ich jetzt auch sagen muß das die Wege jetzt in einen besseren Zustand sind als vor der Arena. Oben angekommen würde sich jetzt eine wunderbare Abkürzung ergeben weil mir am Parallelverlaufenden Nebenweg die Teilnehmer wieder entgegen kommen. Das hat sich aber wohl auch der Veranstalter gedacht darum hat er hier einen Streckenposten hingestellt. Also weiter der Strecke entlang, über eine Forststraße geht es leicht bergab bis zu einer Wiese, am Ende von dieser geht es 20 m steil rauf.

Hier befindet sich wieder eine Forststraße und auf dieser geht es diesmal leicht bergan zurück zum Streckenposten. Es folgt eine länger unruhige Abfahrt die aber eine Erholung ist zu den Anfänglichen „Downhills“. Es folgt ein Stück im Wald wo sich zwar keine Steine befinden dafür aber umso mehr Wurzeln und außerdem geht es wieder mal den Berg rauf. Auch hier reicht mein können nicht aus um im Sattel zu bleiben somit heißt es ein Stück schieben, es dauert nicht lange und ich sitze wieder auf. Kurz darauf steige ich, weil ich mit dem Vorderreifen bei einer Wurzel stecken bleib, das einzige mal unbeabsichtigt vom Rad. Draußen aus dem Wald die Hinweistafel „Verpflegung 100 m“, auch wenn ich es noch nicht notwendig hätte hole ich mir ein Power Gel aus meinen Rückentaschen, öffne es und spüle es mit einen Becher Wasser von der Labstelle hinunter. Wie gesagt, wirklich gebraucht habe ich es nicht, aber noch liegen 40 km vor mir und wenn es nichts nutzt so kann es auch nicht schaden. Weiter geht es kurz auf Asphalt bevor es über Wald, Wiesen und Äcker weitergeht. Die Wege sind jetzt in einem viel besseren Zustand als zu Beginn aber noch immer anspruchsvoll genug um aufzupassen das man nicht Stürzt. Nach einem etwas längeren Asphaltstück biegt man wieder in den Wald ab und es folgt die dritte Bachdurchquerung auch diese wird problemlos gemeistert.

Die Bachdurchquerung!

     

Bald verlassen wir den Wald wieder und es folgt ein kurzer Wiesenabschnitt, wobei man schon sieht daß das letzte Stück davon sehr steil ist. Im Gegensatz zu meinen meisten Konkurrenten um mich bewältige ich aber das Stück ohne abzusteigen. Es folgt ein Feldweg der zwar nicht in so guten Zustand ist als die Wege auf den letzten Kilometern aber noch immer besser als die Anfangskilometer. Anfänglich führt mich der Feldweg weiter leicht bergauf, nach einem kurzen steileren Abschnitt geht es Talwärts bis wir nach 500 m rechts auf die Wiese abbiegen. Wieder geht leicht bergauf, oben auf der Kuppe angekommen überkommt mich ein kleines Glücksgefühl! Denn von hier oben ist die Kirche von Krumbach schon zum greifen nah, das heißt die Hälfte ist bald geschafft aber noch fehlt ein Stück. Jetzt geht es erstmals über einen Acker runter zum Kuhtunnel (eine Unterführung der Landstraße), danach nochmals leicht bergauf bevor es über ein Feld runter nach Krumbach geht.


Ausfahrt Kuhtunnel!

In Krumbach angekommen dürfen wir den Bach diesmal über eine Brücke überqueren und schon geht es weiter über einen Schotterweg der uns am Ende durch einen Gastgarten führt und uns ins Ortszentrum von Krumbach bringt. Hier trennt sich jetzt das Spreu vom Weizen, es ist an der Zeit auf die Uhr zu blicken um zwei Fragen zu beantworten. Hab ich das Zeitlimit geschafft und lassen sie mich in die zweite Runde. Mit 1 Stunde und 58 Minuten hab ich das Zeitlimit (zur Erinnerung, 2 ½ Stunden) klar unterschritten (Hurra, ich gehör zum Weizen), somit geht es für mich und die anderen 60 km Teilnehmer in die zweite Runde und für die 30 km Fahrer ins Ziel.

 
30 km sind genug, Roland und Patrick beim Erlebnisaustausch!

Jetzt geht es wieder die lange Anfangssteigung hinauf und ehrlich gesagt fühle ich mich recht gut. Die kurzen giftigen Abschnitte bewältige ich im Wiegetritt. Das war dann doch etwas zuviel, denn oben angekommen merke ich doch schon einen kleinen Kräfteschwund in den Oberschenkel. Bevor es an die ersten Abfahrten geht – jetzt kommen ja wieder die grauslichen – nehme ich einen Power-Riegel zu mir. Frisch gestärkt geht es jetzt wieder über Stock und Stein runter und rauf wobei die Wege nicht wirklich besser geworden sind. Die riesige Gatschlacke die ich in der ersten Runde noch umfahren habe merke ich diesmal etwas zu spät, aber zum Glück komme ich noch seitlich aus ihr raus bevor ich mitten drinnen stecken bleib. Beim darauf folgenden Schiebestück beginne ich kräftemäßig bedingt diesmal schon zeitiger zu schieben. Jetzt machen sich nicht nur die Wadeln sondern auch die Oberschenkel bemerkbar. Als ich wieder aufsitze bin ich froh das ich weiterfahren kann weil sich meine Oberschenkelmuskulatur immer wieder verkrampft und das in beiden Beinen.

     

Oben angekommen gibt es zur Belohnung die Labstation, diesmal gönne ich mir ein Iso und dazu eine Banane. Auf dem folgenden Asphaltstück beruhigen sich meine Oberschenkel nun etwas und so geht es etwas langsamer weiter. Auf der folgenden Abfahrt werde ich wieder kräftig durchgeschüttelt, bei der Querfeldeinfahrt durch den Wald komme ich vom rechten Pfad ab und nähere mich einen Baum aber irgendwie komme ich aus der lockeren Erde wieder raus und schon geht es weiter. Bei der Tiefenbacharena ist es jetzt schon sehr ruhig geworden sind doch die Zuschauer schon alle Richtung Ziel abgewandert. Schrieb ich alle, Falsch: Zwergi und Maria sind noch immer hier und unter ihrer Aufsicht schieb ich es das Rad diesmal gleich von Beginn an den Berg rauf. Im flacheren Teil steig ich wieder aufs Rad und plag mich das letzte Stück rauf.


Arena Tiefenbach ist wieder erreicht, diesmal schiebe ich von Beginn an!


Mit einen gequälten Lächeln geht es den Berg rauf ...


... und bald sitze ich auch wieder auf!

Freu mich schon auf die Abfahrt und schneller als geglaubt bin ich auch schon oben. Genieße jetzt die Abfahrt, wahrscheinlich mehr als Zwergi die mir beim vorbeifahren zuruft: „Paß bitte auf!“, was ich natürlich befolge und kurz darauf bin ich unten auch schon gut angekommen. Auch wenn es jetzt nicht mehr so steil weitergeht merke ich das mir schön langsam die Kräfte ausgehen und ich das Tempo nicht mehr halten kann.


Runter geht es da schon leichter!


Da geht's runter und drüben gleich wieder rauf!

Die Krämpfe in den Oberschenkel sind jetzt wieder da und bleiben ein ständiger Begleiter, wird schon Zeit für mein nächstes Power-Gel aber bis zur nächsten Labstation dauert es noch. Bevor ich sie erreich erscheint eine bekannte Gestalt vor mir, es ist Wolfgang und im Vergleich zu ihm geht es mir noch gut.  Nach einer kleinen Plauderei trennen sich aber unsere Wege gleich wieder. Endlich ist sie da die Verpflegungsstation und schon ist auch das Gel mit Wasser runter gespült. Fühle mich danach nicht wirklich besser, daß es für mich nicht mehr so besonders läuft merke ich auch daran daß mich immer mehr Kontrahenten überholen trotzdem fahre ich weiter unermüdlich dem Ziel entgegen.

     
Meine auf mich in Krumbach wartende Fangemeinde die inzwischen mit Roland vergrößert wurde!

Die folgende Bachdurchfahrt schaffe ich wieder ohne Probleme nur bei beim steilen Wiesenabschnitt muß ich im Gegensatz zur ersten Runde aus dem Sattel, das war aber auch das letzte mal. Es folgen Feldweg, Wiese, Acker, Kuhtunnel, Feld und endlich bin ich in Krumbach. Bei der Abzweigung wo ich vorhin in die zweite Runde ging biege ich jetzt ab zum Ziel. Noch eine letzte Kurve und es ist geschafft. Als rum um die Kurve und unter der Anfeuerung meiner Fans, andere Leute sind so gut wie nicht mehr da, rolle ich über die Ziellinie und gleich weiter zu Zwergi von der ich mir mein Finisher-Bussi hole.

     
Das warten hat ein Ende, ich nähere mich dem Ziel!


Es ist geschafft, endlich im Ziel!

     
Gleich geht's weiter zu meinen Fans!

     
Glücklich, heil und gesund im Ziel zu sein!

Jetzt gilt es noch auf Wolfgang zu warten bevor wir uns bei der Pasta-Party stärken, danach treten wir die Heimreise an.


Glücklich aber total ausgepowert kam Wolfgang ins Ziel!

Anmerkung: Der Bericht wurde nach besten Wissen und Gewissen geschrieben, trotzdem wird keine Gewähr dafür übernommen das meine Streckenaufzählung zu 100% mit der befahrenen übereinstimmt. Weiters sind alle Meter und Kilometer Angaben im Bericht nur Schätzungen!


Jedes Leid geht mal zu Ende und so treten auch wir die Heimreise an!

Resümee:
Wußte bis zum Start nicht was bei einem Mountainbikerennen auf mich zukommt und ich muß ehrlich gestehen ich stellte es mir nicht so schwierig vor. Schwierig aber nicht wegen der Steigungen sondern wegen dem Zustand der befahren Wege. Daher bin ich mit meiner Leistung mehr als zufrieden und ich finde daß es eine ganz tolle Sache war. Wobei ich in der 2ten Runde doch schon unter großen Kräfteverschleiß litt und deswegen auch um fast 15 Minuten länger brauchte als für die Erste. Weis daher nicht ob ich mir nächstes Jahr wieder die zwei Runden antue. Hab übrigens die 60 km gemacht weil ich im Ziel nicht auf Wolfgang warten wollte, falls er nächstes Jahr auch wieder mit macht werde ich wohl lieber auf ihn warten.

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