Nachdem ich letztes Jahr mein erstes Mountainbikerennen bestritten habe und es mir doch gehörigen Spaß gemacht habe schaute ich mir die Mountainbike Challenge Seite mal genauer an und was fiel mir da auf. Wenn man bei drei bestimmten Rennen in einer Region im selben Jahr teilnimmt bekommt man ein Radtrikot als Geschenk. Da Geschenke immer gut sind war mir klar: „Die drei Rennen mache ich nächstes Jahr!“


Das Höhenprofil von heute, auch hier gibt es nette Berge!

Das Jahr war dann rasch um, der Termin für das erste Rennen kam immer näher aber am Rad gesessen bin ich dank dem Vienna City Marathon so gut wie nie. 14 Tage vorm Start setzte mir dann auch noch eine Verkühlung zu so daß ich meinen „Traum“ vom Radtrikot fast schon begraben konnte, aber wenn es was Gratis gibt kann man schon mal die Zähne zusammen beißen und so macht ich mich mit Zwergi heute um halb 8 auf den Weg nach St. Veit an der Gölsen. Eine Stunde später waren wir auch schon dort und jetzt ging ich mich erstmal anmelden. Als das erledigt ist geht es wieder zum Auto zurück und schön langsam mache ich das Rad und mich Rennfertig.

     
Nachdem ich das Rad vom Dach geholt habe mache ich mich auch schon Startklar!


Natürlich nicht ohne vorher einzufahren!

     
Jetzt geht es ab in den Startblock wo es erstmals geduldig warten heißt!


Da sollte ich richtig sein!

Habe jetzt noch genügend Zeit zum Einfahren bevor ich mich gegen viertel 11 in den Startblock begebe. Um 10:30Uhr geht es für den ersten Starblock los, fünf Minuten später startet auch der der 2te Block in den ich mich eingereiht habe. Im Gegensatz zu manch anderen Teilnehmer gehe ich es um einiges ruhiger an und so befinde ich mich auch bald am letzten Platz meiner Gruppe. (Daheim stelle ich dann fest das ich mit meiner Startzeit, das ist die Zeit die man vom Startschuß bis zur Startlinie braucht, der 309 schnellste war wobei es 319 Starter gab!)


Voller Elan legt das Spitzenfeld los ...


... ich gehe es da schon lockerer an!

Der erste Anstieg wird noch auf einer Asphaltstraße genommen danach geht es über eine gemähte Wiese talwärts. Es folgen noch viele weiter Anstiege wobei die wenigsten asphaltiert sind, zum Großteil handelt es dabei um  Schotter- und Waldwege. Vereinzelt gibt es auch Singeltrails bergauf wo man halt nicht so gut überholen kann. In einem von diesen Singeltrails muß ich aus dem Sattel und mein Rad rauf schieben, aber nicht weil es so steil oder schwierig wäre sondern weil es einen Stau gibt.


In der ersten Steigung, Zwergi war ganz schön flott oben!

Bei der dritten Steigung, so nach sechs Kilometer bekam ich zum erstenmal heute einen Krampf und zwar im linken Wadel, eigenartiger Weise wird der Krampf immer dann besser wenn ich anständig in die Pedale trete, wenn ich leichter trete verkrampft sich der Fuß gleich mehr. Dasselbe spielt sich dann bei der vierten Steigung bei Kilometer 13 ab, zum Glück komme ich aber immer gut den Berg rauf und das ohne abzusteigen.


Einer der netten Waldwege!

Nach Kilometer 14 befindet sich eine Labestation wo ich mir eine Banane gönne in der Hoffnung daß es mit den Krämpfen besser wird. Ob es an der Banane lag weiß ich nicht genau aber in der zweiten Hälfte sind dann die Krämpfe fast verschwunden.

     
Eine der gemütlichen Wiesenabfahrten!

Die Abfahrten sind ebenfalls zum Großteil auf Schotter- und Waldwegen und in guten Zustand. Das hat aber den Nachteil daß man etwas flotter unterwegs was bei so mancher Kehre nicht so ideal ist. Zweimal war ich mir nicht so sicher ob ich die Kurve noch packe, zum Glück ging es aber immer gut. Es gab auch ein paar Wiesenabfahrten, die waren vom Gefälle und auch von der Feuchtigkeit (Rutschgefahr!) nicht ohne.


Nochmals auf der Wiese!

Natürlich durften auch zwei kleine Bachdurchfahrten nicht fehlen. So ging es halt 30km im St. Veiterumland herum und dachte ich mir am Anfang noch, nächstes Jahr mache ich die doppelte Distanz so war ich jetzt schon froh endlich nach St. Veit zurückzukommen wo sich ja das Ziel befindet. Weniger nett fand ich es daß sie uns am Ortsanfang nochmals einen Anstieg rauf schickten. Zum Glück war der aber nicht so lange wie die anderen Anstiege und so kam ich bald wieder in den Ort zurück.


Irgendwo unterwegs aber nicht mehr weit bis zum Ziel!

Kurz darauf befindet sich auch schon die 1.000m Marke, werde jetzt von einer Dame überholt die ich erst bei der letzten Abfahrt überholt habe. Hänge mich mit Mühe an ihren Hinterreifen und so geht es dem Ziel entgegen. 200m vorm Ziel breche ich aus ihren Windschatten aus und trete was meine Füße noch hergeben, mit Müh und Not komme ich an ihr vorbei und kann den Vorsprung bis ins Ziel halten.


Während ich mich mit der Dame hinter mir duellierte pirschte sich noch einer vergeblich von hinten ran!

Im Ziel bedanke ich mich dann bei ihr das sie mir das Tempo gemacht hat, und sie meint: „Hab leider zu früh mit dem Zielsprint begonnen“! Ja das war mein Glück, ansonsten hätte mich wohl noch ein anderer Fahrer überholt. Jetzt gilt es einmal durchzuatmen bevor es zur Radwäsche geht und danach weiter zum Auto.

     
Ein glücklicher Finisher!                                                                                          Die Radwaschanlage!


Das Bussi hat sich mein Rad verdient!

Als ich das Rad am Dach verstaut habe fängt es während ich mich umziehe förmlich zum Schütten an und ich bin froh nicht mehr unterwegs zu sein. Mit einen Regenschirm geht es nochmals zum Start zurück wo ich mich bei einer Pasta stärke, danach machen wir uns auch schon auf die Heimreise.


Falls ich jemals hier die zweite Runde fahre dann darf ich auch während des Rennes hier durchfahren.
So war es nur eine Probedurchfahrt beim einfahren!

Resümee:

Das Rennen ist sicher nicht so anspruchsvoll wie Krumbach aber sicher das richtige am Anfang einer Saison wenn man noch nicht allzu viele Kilometer in den Beinen hat. Aber auch diese Anstiege haben es in sich und manchmal hat man auch das Gefühl sie nehmen kein Ende. Auch wenn sich die Abfahrten sich in einen guten Zustand befinden sollte man immer dran denken: „Nach jeder Geraden kommt eine Kurve und die kann man halt nicht so schnell nehmen!“ Übrigens finde ich es immer interessant wie viele Fahrer/inne mich bergab überholen bzw. mich abhängen auch wenn ich einen Teil davon beim aufwärts fahren wieder sehe.

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