Heute findet das letzte Rennen der Mountainbike Challenge statt, es wäre mein letztes Rennen um mein Geschenk (Radtrikot) zu bekommen. Leider schaut es aber nicht so aus als würde ich es wirklich bekomme weil erstens gibt es heuer kein Trikot sondern eine Weste und zweitens hab ich nicht herausfinden können wann, wo bzw. wie ich diese erhalten soll. Lasse mir deswegen die Freude auf das Rennen nicht nehmen und so gehe ich gemeinsam mit Roland, Gerhard, Stefan (alle 32km) und Wolfgang (16km) an den Start.


Gerhard                    Roland                    Ich                    Stefan                    Wolfgang
 


 


Das heutige Höhenprofil!
 

< So sieht die heurige Strecke aus.  Sie führt uns über 32 km und 1.200 hm,
   das sind um 2 km bzw. 300 hm mehr als letztes Jahr!

Um halb 8 machen sich Wolfgang, Stefan, ich und unser Damen auf den Weg nach Krumbach. Dank Stefan und seinen Firmen Bus kann ich auf meinen Dachträger verzichten, was mir einiges an arbeit erspart. Eine Stunde später kommen wir in Krumbach an wo uns auch schon Roland und Gerhard, ebenfalls mit Anhang erwarten.


Unsere tolle Fangemeinde ...

     
... und wie man auf den Bildern schön sieht ist Zwergi gut drauf!

Da ich die Startunterlagen vor zwei Tagen schon in Wien abgeholt habe – dieses Service fand ich ur toll – können wir die Räder und auch uns gleich Rennfertig machen. Als das erledigt ist gehen wir uns noch einwenig einfahren bevor wir uns Richtung start begeben.

     
Die Räder werden Startklar gemacht ...


... danach fahren wir uns auch noch ein!

Beim Start angekommen verabschieden wir uns auch schon wieder von unserer Fangemeinde die sich ein paar gute Fotoplätze suchen. Ich begebe mich noch rasch auf die Toilette bevor wir in unseren Startblock Aufstellung nehmen. Wir starten alle aus dem dritten und letzten Startblock.

     
Schön langsam füllt sich der Startblock ...                                                         ... und da gehören wohl wir hinein!

     
Inzwischen begeben sich unsere Fotografen auf die Suche nach den besten Fotoplätze, wobei sich da so mancher Fan ziemlich verausgabt!

Um 9:30 Uhr geht es für die ersten los, fünf Minuten später startet der zweite Startblock und um 9:40 Uhr werden auch wir losgelassen. Gemeinsam mit Roland geht es nun mal gemütlich den Berg rauf, anscheinend hat heute alle unsere Fotografen die Wanderlust gepackt weil keiner von ihnen in Startnähe geblieben ist sonder alle den Berg rauf sind. Nach ca. 2 km sind wir  den ersten Turbo Schnecken Fans angelangt. Nach einen gemeinsamen Foto von Roland und mir trennen sich nun unsere Wege und jeder fährt ab jetzt sein eigenes Rennen.


Noch geht es gemeinsam und mit einem Lächeln den Berg hinauf!

Kurz darauf stelle ich fest das ich meine Pulsuhr nicht gestartet habe was ich nun gleich mal nachhole und schon kommen auch die restlichen Turbo Schnecken Fans. Weiter geht es den Berg hinauf und schon bald wird aus der Asphaltstraße ein Waldweg. Nach 5 km folgt die erste kurze Abfahrt, als  ich dabei über eine Kuppe fahre reist es mich etwas weil sich kurz dahinter ein kleiner Hügel befindet auf dem man ziemlich abhebt wie ich an meinen Vordermann sehe. Also noch rasch bremsen und schon komm ich halbwegs gut rüber. Wie es nun wieder Bergauf geht schalte ich für heute zum erstenmal vorne auf das kleine Kranzl. Es folgt die erste länger Abfahrt und ich muß sagen auch wenn es wieder über jede Menge Wurzeln und Steine geht so ist der Untergrund heuer einwenig besser als im Vorjahr. Trotzdem sind auch heuer die Bremsen meine besten Freunde und ich mache auch reichlich gebrauch von ihnen.


Kurz darauf ist es mit der Gemeinsamkeit aber Vorbei ...

Schon bald erreiche ich eine alte bekannte Gatschlacke, die ist zwar heuer etwas kleiner und somit braucht man sie auch nicht umfahren. Die Lacke sagt mir was nun gleich kommt, die erste wirklich brutale Auffahrt - die wo ich letztes Jahr zu ersten mal vom Rad mußte. Bevor es aber soweit ist kommen noch zwei kleine Bachdurchfahrten. Als die geschafft sind liegt sie nun vor mir die „Horrorsteigung“ vom letzten Jahr. Auch heuer schieben schon wieder fast alle vor mir ihr Rad rauf, ich versuche das Absteigen solange wie möglich rauszuschieben. Schon bald merke ich daß der Weg heuer in einen besseren Zustand ist als letztes Jahr und somit ist er auch leichter zu befahren. Meter um Meter trete ich weiter. Obwohl der Weg nichts von seiner Steilheit eingebüßt hat schaffe ich es nach oben an ohne Absteigen zu müssen, riesiges FREU!


... und das Lächeln wirkt auch nicht mehr so frisch!

Zur Belohnung erwartet uns ein Stück weiter die erste Verpflegungsstelle. Bevor ich bei ihr bin genehmige ich mir noch meinen Power Riegel, bei der Verpflegungsstelle gönne ich mir einen Becher Iso. Es folgt eine leichte Asphaltabfahrt die wir bald wieder Richtung Wald verlassen. Wie ich in den Wald einbiege sehe ich noch zwei Biker am Boden herumkugeln, weiß zwar nicht genau was passiert ist aber zum Glück sind sie schon wieder auf den Beinen als ich bei ihnen bin ansonsten hätten sie mir den Weg versperrt. Es folgt eine längere Waldabfahrt und ich muß sagen auch die ist heuer in einen besseren Zustand als letztes Jahr, nur gibt es heuer sehr viele Querrillen die ich vorher immer anbremse um nicht unkontrolliert abzuheben. Am Ende der Abfahrt erwartet mich wieder eine Asphaltstraße auf der geht es nun zur Arena Tiefenbach eines der Highlits der Strecke.


Für unsere Fans geht es nun zu Fuß bzw. mit dem Shuttle-Bus weiter ...

     
... und zwar zur Zuschauerzone nach Tiefenbach wo sich auch das Ziel für die 16 km Fahrer befindet ...


... zu denen ja auch Wolfgang gehört!

Bei der Einfahrt nach Tiefenbach schalte ich schon zurück auf den kleinsten Gang, das ist auch gut so weil kurz darauf befinde ich mich schon in der Steigung. Werde hier schon von Zwergi und den anderen Turbo Schnecken Fans erwartet, des weiteren befinden sich hier auch noch viele andere Zuschauer.


Unter Zwergis wachsamen Auge komme ich in Tiefenbach den Berg rauf!

Zu Beginn der Steigung überholt mich noch ein anderer Fahrer, was ich jetzt nicht so toll finde weil der Weg dank einer Furche hier nicht allzu breit ist. Wie er endlich an mir vorbei ist komme ich ins trudeln. Mit Glück brauche ich nicht abzusteigen aber irgendwie habe ich den Idealweg jetzt verlasse und kämpfe mich nun etwas abseits den Berg rauf. Bald befinde ich mich aber wieder am richtigen Weg und im Gegensatz zum letzten Jahr komme ich ohne Abzusteigen bis hinauf – mega riesiges FREU!


Die ersten Meter in der Zone Tiefenbach sind geschafft ...

     
... während so manch anderer Teilnehmer sein Rad schon schiebt sitze ich noch im Sattel ...

Zur Belohnung geht es nun in den Wald und dort erwartet uns ein netter Singletrail. Am Ende des Waldes geht es auf einen schmalen Trampelpfad in die Arena zurück. Auf der Wiese geht es nun an den Zuschauern vorbei wieder den Hang runter und irgendwie kam mir die Abfahrt letztes Jahr besser vor, aber auch heuer komme ich gut unten an. Ab hier gibt es heuer eine neu Streckenführung und dank einer scharfen links Kurve kann man auch den Schwung hier unten nicht gut mitnehmen.

     
... auch wenn ich einen etwas anderen Weg nehme als die anderen ...


... dafür bleibe ich aber trotz der Steigung im Sattel!

Schon geht es wieder leicht Bergauf und noch immer bade ich in meinen Glücksgefühlen weil ich die zwei Stellen wo ich voriges Jahr abgestiegen bin heuer am Rad gemeistert habe. Mache mir schon Gedanken wie ich das in meiner Homepage anpreisen werde. Plötzlich wird die Steigung immer steiler und auch der Untergrund wird immer schlechter. Bald kann ich aber durchatmen weil der Weg wieder flacher wird. Nochmals Glück gehabt hoffentlich wird es nicht schlimmer.

     
Gerhard
Ich war übrigens die einzige Turbo Schnecke die die Steigung in Tiefenbach ohne abzusteigen rauf geradelt ist ...

     
Roland
... auch wenn sie kurz darauf schon wieder im Sattel gesessen sind - PRAHL ...

     
Stefan
... na gut dafür kann Gerhard Passau-Wien in einen Tag fahren aber das ist eine andere Geschichte!

Kaum hatte ich den Gedanken fertig gedacht kam es auch schon schlimmer. Vor mir türmt sich nun ein Berg auf der alles andere als flach ist, wobei ich meine steil reicht nicht als Bezeichnung. Super mega Steil wäre da schon eher treffend!!! Zur allgemeinen Freude gibt es hier auch keinen richtigen Weg rauf sonder man fährt Querfeld ein über eine Wiese. Auch wenn vor mir schon alle schieben und das sind einige, versuche ich den Hügel rauf zu radeln. Nach ca. 1 (in Worten einen) Meter ist der Versuch aber auch schon Geschichte und auch ich schiebe schweren Herzens nun mein Rad den Hügel rauf. Nach etwas mehr als 19 km platzte also der Traum vom schieblosen Mountainbikerennen in Krumbach.

     
Auf einem Singletrail kommen wir aus dem Wald über eine flache Wiese geht es ...

Was soll's schieb ich halt rauf, nur irgendwie will die Steigung kein Ende nehmen und mit jedem weiteren Schritt brennen die Wadeln  immer mehr. Nach einer gefühlten Ewigkeit komme ich oben schließlich doch noch an und setzt mich wieder auf das Rad. Nach 100 m kommen wir zur 2ten Verpflegungsstation die, so wird mir nach dem Rennen erklärt, auch die erste  Verpflegungsstation war – wir fuhren also nur einen kleinen „Kreis“! Egal, jetzt geht es wieder mal bergab was ich jetzt als angenehm empfinde.

... zur etwas steileren Wiesenabfahrt in der Arena Tiefenbach ...

     

Nach einer „netten“ Waldabfahrt auf einen zum teil gatschigen  und verwurzelten Trampelpfad biegen wir am Waldende im rechten Winkel nach links ab und da geht es gleich wieder für ein paar Meter steil bergauf. Dank eines vor mir fahrende sehe ich diese Kurve noch rechtzeitig und lege somit einen kleineren Gang ein. Bis zur Hälfte komme ich die Steigung auch noch rauf aber dort muß ich den Vordermann ausweichen, der schiebt schon. Komme dabei auf einen rutschigen Untergrund und schon schiebe ich den Rest hinauf – Grummel Grummel.


... mit einem Feldweg wartet in der Mitte der Abfahrt eine kleine Sprungschanze auf uns (brems) ....

Oben angekommen sitze ich aber schon wieder auf und es geht weiter leicht Bergauf bis zu einen Kukuruzfeld wo man eine kleine Schleuse reingeschlagen hat. Zwischen dem fast 2 m hohen Kukuruz geht es nun hindurch – schade daß hier kein Fotograf ist, wäre sicher ein tolles Bild. 23 km sind nun geschafft. Wie mir ein Blick auf mein Höhenprofil zeigt, hab es mir ans Rad geklebt, ist es jetzt mit den langen Steigungen vorbei und es geht fast nur mehr Bergab. Leider wird nun der Weg immer öfters gatschiger was das fahren nicht gerade einfacher macht.

     

... bevor es den restlichen Hang hinunter geht!

Die nächste Bachüberquerung steht an und zu meiner Überraschung wird die diesmal auch per Schild angekündigt – wäre mir bei denn andere nicht aufgefallen. Als ich im Bach bin wird mir klar warum, sind wir bei denn anderen rein und auf der anderen Seite raus gefahren so dürfen wir diesmal so ca. 100 m das Bachbett befahren. Zum Glück hat der Bach aber nicht allzuviel Wasser und so komme ich trocken bei der Bachausfahrt an die es wieder in sich hat – steil und rutschig. Mit Schwung komme ich gut rauf was aber nicht für die Steigung gilt die kurz darauf kommt, dort darf ich zum dritten mal absteigen und schieben.

     
Nach der Abfahrt geht es in den Wald hinein ...                                              ... und irgendwann komme ich auch dort hin!

Es folgt wieder eine teilweise gatschige Abfahrt. Ehrlich gesagt werden meine Beine schön langsam immer schwerer und es fällt mir immer schwerer das Tempo zu halten. Die paar Mitstreiter mit den ich mich bis jetzt gematcht werden nun auch immer weniger ein Teil von ihnen hat sich nach vorne vertschüßt der andere Teil nach hinten. Meinen letzten Begleiter verliere ich bei einem kurzen giftigen Anstieg den ich, im Gegensatz zu ihm, am Rad meistere. Keine 50 m weiter schläft mir aber das Gesicht etwas ein als ich sehe wie der Weg weiter geht, nämlich einen Trampelpfad durch den Wald den Berg hinauf und das wie könnte es anders sein gewaltig steil. Eigentlich zeigte das Höhenprofil ja nur noch nach unten aber diese kleinen Zacken nach oben haben es in sich. Probier es nicht mal rauf zufahren sondern steige gleich kampflos ab und schiebe mit dem schon bekannten ziehen in den Wadeln mein Rad rauf.

     
Nach der anstrengenden Auffahrt in der Arena Tiefenbach ...


... genießen auch die anderen Turbo Schnecken die Talfahrt!

Da es schon das vierte mal ist wo ich absteige und schiebe wurmt es mich auch nicht mehr, hoffe nur das ich es bald überstanden habe. Bald darauf ging es auch schon wieder runter und als es nach einem ausgetrockneten Bachbett weiter flach über eine Wiese ging wußte ich daß es nun nicht mehr weit bis zum Ziel ist weil den Teil der Strecke kenne ich noch vom letzten Jahr. Noch erwartet mich aber eine Auffahrt bei der es genügend Wurzeln zu überfahren gilt. Als ich mit dem Hinterradreifen bei einer „Wurzelstufe“ hängen bleibe schiebe ich das Rad ein Stück bevor ich wieder aufsteige. Wie ich zum zweiten mal hängenbleibe wechsle ich auf einen parallel verlaufenden Pfad bei dem nicht so viele Wurzeln herausschauen und komme problemlos die letzten Meter rauf.


Auf einem der zahlreichen Krumbacher-Waldwege!

Mit meinen Kräften bin ich nun schon ziemlich am Ende und eigentlich will ich auch nimmer so richtig weiterfahren – bin nur froh daß ich heute keine zweite Runde fahren muß. Der „Weg“ führt uns nun aus dem Wald raus und hier erwartet uns der letzte Schwierige Anstieg. Den haben sie aber heuer gewaltig entschärft weil wir schon nach der Hälfte rüber zum Feldweg wechseln. Deswegen ist auch die Abfahrt auf dem Weg um einiges Kürzer was mich nicht sonderlich stört weil der Feldweg so wie letztes Jahr in einem katastrophalen Zustand ist. Als wir den Weg verlassen springt mir die Kette vom vorderen Kranzel, hab sie zwar rasch wieder oben nur leider wurde ich dabei auch überholt – meine Ambitionen mich wieder nach vorzukämpfen halten sich aber in Grenzen.

     
Genauso wie die letzten Fans befinde auch ich mich nun am Weg nach ...

Nach einem kleinen Hügel sieht man nun schon die Kirche von Krumbach, gleich ist es geschafft. Jetzt geht es runter zum Kuhtunnel, dann nochmals leicht bergauf und durch ein Maisfeld gelangen wir nach Krumbach. Auf einer Asphaltstraße geht es nun ins Dorf hinein und ehe ich mich auch versehe bin ich auch schon im Ziel wo sich schon viele andere Fahrer befinden.

     
Endlich ist Krumbach erreicht ...


... und schon bin ich auch im Ziel ...


... wo es gleich zur Zielverpflegung geht!

Suche mir jetzt einen Platz für mein Rad bevor ich mich bei der Zielverpflegung stärke – die Kuchen waren sehr lecker. Danach hole ich mir von Zwergi mein „Siegerbussi“ und nach ein paar Worten begebe ich mich auf der Straße zurück zum Kuhtunnel um die anderen Turbo Schnecken anzufeuern. Gerhard war aber zu schnell so bekam ich nur noch Roland und Stefan zu Gesicht.

     
Roland (links) bzw. Stefan (rechts) bei der Einfahrt in den Kuhtunnel!

       
Gerhard                                                                     Roland                                                                           Stefan
Alle Turbo Schnecken kommen gut im Ziel an!

Am Weg zurück zum Ziel treffe ich dann auch noch Wolfgang der gerade mit ein paar Turbo Schnecken Fans plaudert, gemeinsam geht es weiter. Im Ziel treffen wir den Rest von uns und nach den ersten Erzählungen begeben wir uns zu den Autos um uns umzuziehen. Bevor wir nun die Heimreise antreten geht es nochmals ins Zielgelände wo wir uns mit Pasta bzw. Schnitzel stärken.


Während manche (einer) noch erledigt ist sind wir anderen gut drauf!

     
Nach der Radwäsche geht es zu den Autos zurück ...

     
... wo wir uns für das "große Fressen" bereitmachen!

Resümee:

Gott sei Dank hab ich mich nur für eine Runde angemeldet ich glaub die zweite hätte ich nicht vor Zielschluß beendet. Zwar waren die Streckenverhältnisse besser als letztes Jahr dafür hat es aber heuer der zweite Teil der Strecke in sich - nicht umsonst waren es um 2 km bzw. 300 hm mehr. Im Großen und Ganzen aber wieder ein tolles Rennen und ich werde wohl auch nächstes Jahr wieder dabei sein!


Die glorreichen 5 Turbo Schnecken von Krumbach!

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